Donnerstag, 17. März 2011

Kurznews: Jodtabletten nur nach behördlicher Anweisung einnehmen

"Apotheker raten von der Einnahme von Jodtabletten auf eigene Faust ausdrücklich ab." so die Präsidentin der Bundesapothekerkammer Frau Erika Fink. Auf abda.de ist zu lesen, dass nach dem Atomunfall in Japan sollen die Deutschen so genannte Jodtabletten nur nach ausdrücklicher behördlicher Aufforderung einnehmen. Um die Aufnahme von radioaktivem Jod zu blockieren reicht im aller Regel die einmalige Einnahme von Kaliumiodid als so genanntes Notfallmedikament. Zudem sollen Erwachsene über 45 Jahren grundsätzlich keine hochdosierten Jodtabletten einnehmen, denn für sie gilt ein erhöhtes Risiko einer schwerwiegenden Schilddrüsenerkrankung. Zudem sind Jodallergie oder Schilddrüsenüberfunktion nicht zu unterschätzende Risiken.

Auf apotheke-adhoc.de wird vor Panikkäufen gewarnt. Zum einen besteht in Deutschland keine übertriebene radioaktive Belastung und zu anderen sind die hierzulande in Apotheken verfügbaren Jodtabletten im Falle eines Reaktorunfalls ohnehin nicht als Schutzmaßnahme geeignet. Ihre Dosierung sei zu gering. Bei einem Katastrophenfall werden von den Behörden  spezielle Präparate an die Bevölkerung verteilt, die die radioaktive Jodaufnahme blockieren. Solche Präparate werden von den Behörden gesondert eingelagert. Mehr Informationen gibt unter http://www.jodblockade.de/index.php?id=32

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