Dienstag, 15. März 2011

Nach Erdbeben-Katastrophe ist die Arzneimittelversorgung in Japan unübersichtlich

Stündlich gibt es neue Hiobsbotschaften aus Japan. Es droht eine atomare Katastrophe und die Lage nach dem Tsunami und den Erdbeben bleibt weiter unübersichtlich. Schon jetzt sind mehr als 200.000 Helfer in der Krisenregion im Einsatz. Die japanische Regierung hat jedoch wegen logistischer Probleme darum gebeten, derzeit keine neuen Helfer zu entsenden. Es kann nicht sicher gestellt werden, dass die Helfer in den jeweiligen Gebieten ankommen.

Die japanischen Apotheker prüfen derzeit, wo es unter Umständen zu Versorgungsengpässen bei Arzneimitteln kommen kann. Nach Angaben der japanischen Apothekerverbandes werden derzeit Informationen über die Situation in den betroffenen Gebieten gesammelt. Es können noch keine genauen Angaben zum benötigten Bedarf an Arzneimitteln gemacht werden.

Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ hat bereits eine größere Medikamenten-Lieferung nach Japan veranlasst und 11 Mitarbeiter in das Katastrophengebiet entsendet. Nach Angaben der Hilfsorganisation haben ihre Mitarbeiter den Eindruck gewonnen, dass die Medikamentenversorgung noch gut funktionierte.

Das von der Katastrophe heimgesuchte Japan hat knapp 54.000 Apotheken, die die rund 127 Millionen Einwohner mit Medikamenten versorgen. Nichtverschreibungspflichtige Medikamente können in Japan auch in Drogerien gekauft werden. In einigen Medien hört man von ersten Hamsterkäufen im Raum der Hauptstadt Tokio.

Durch die gewaltigen Kräfte des Erdbebens und des Tsunamis wurde ein großer Teil der Infrastruktur in Japan betroffen. Zum Teil ist die Belieferung der Apotheken zum Erliegen gekommen. Unklar ist auch, was das Aussetzen der Stromversorgung für die Pharmaindustrie von Japan zur folge hat.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen